Kompetenzzentrum

Unsere Anschrift

Rathausstraße 6 • 44649 Herne

02323 16-4574

02323 16-4572

Öffnungszeiten

08:30 - 12:00 Uhr

13:30 - 15:30 Uhr

Was ist das Ziel der Kompetenzzentren?

Der Aufbau von Kompetenzzentren ist ein Angebot an die Mitglieder des Gesunde-Städte-Netzwerkes zu einer gemeinsamen solidarischen Reflexion über die Qualität...

  • der eingesetzten Instrumente,
  • der angewandten Methoden,
  • der entwickelten Projekte und
  • der erzielten Ergebnisse

der lokalen Gesundheitsförderung.

Hier besteht für interessierte Gesundheitsförderer die Möglichkeit, sich über den Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten der lokalen Gesundheitsförderung mit Mitarbeitern eines Kompetenzzentrums auszutauschen, die nicht in die eigenen örtlichen Strukturen und Abhängigkeiten eingebunden sind und die in ihrem Schwerpunkt-Arbeitsbereich mit den Entwicklungen in anderen Städten und Kreisen vertraut sind.

Dieser Austausch ermöglicht:

a) den neuen Mitgliedern des Netzwerkes

  • einen Überblick über die Vielfalt der praktizierten Instrumente, Methoden, Projekte und Ergebnisse der Gesundheitsförderung zu gewinnen,
  • neue Konzepte gesundheitsfördernder Instrumente, Methoden und Projekte zu entwickeln, die die jeweiligen strukturellen Voraussetzungen in den Städten und Kreisen berücksichtigen und zugleich den Zielen der Ottawa-Charta und den Qualitätskriterien des Netzwerkes entsprechen können.

b) den schon länger mitwirkenden Mitgliedern des Netzwerkes

  • die Reflexion darüber, ob die bisher eingesetzten Instrumente, Methoden, Projekte und Ergebnisse hinsichtlich ihrer Qualität den Zielen des Gesunde-Städte-Netzwerkes noch genügen können.

c) allen Mitgliedern des Netzwerkes

  • eine Einschätzung, ob Ziele, Methoden und Ergebnisse der gesund-heitsförderlichen Aktivitäten als Zusammenhang erkennbar werden,
  • die Optimierung der eigenen Konzepte der Gesundheitsförderung (z.B. durch Kooperation mit der Wissenschaft/ Forschung),
  • die stetige Weiterentwicklung der Kompetenz und damit die Zurückgewinnung gesundheitspolitischen Terrains für die Gesundheitsförderung.

Ausgehend von ihren Schwerpunktthemen werden die Kompetenzzentren konkrete Erfahrungen mit der Umsetzung gesundheitsfördernder Instrumente und Projekte aus den Städten und Kreisen sammeln und dem Netzwerk zur Verfügung stellen.

Hier interessieren in besonderer Weise die strukturellen Blockaden und Verkrustungen, die einer Umsetzung gesundheitsfördernder Projekte entgegenstehen. Durch eine Auswertung der Umsetzungsschwierigkeiten in den einzelnen Städten und Kreisen lassen sich Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Konzepte der Gesundheitsförderung von der Basis und der praktischen Arbeit her erschließen.

Die Kompetenzzentren benennen die strukturellen Hemmnisse auf dem Weg zur Neuorientierung der Gesundheitsdienste, stellen unterschiedliche Möglichkeiten des Umgangs mit diesen Hemmnissen zur Diskussion und zeigen Wege zur Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung auf.

In ihrer Informations-, Beratungs- und Unterstützungsarbeit wollen die Kompetenzzentren folgende Gefahren vermeiden:

  • Sie wollen nicht einer Planungsutopie hinterherlaufen. Sie wollen keinen sogenannten Königsweg der Gesundheitsförderung entwerfen, denn dieser kann der jeweiligen realen und sehr unterschiedlichen kommunalen Wirklichkeit nicht gerecht werden.
  • Sie wollen aber auch nicht den Verlockungen der bewährten praktischen Konzepte erliegen. Diese haben den Vorteil, dass sie auf der örtlichen Ebene relativ problemlos und kurzfristig umzusetzen sind. Allerdings sind nach unzähligen Kompromissen und Abstimmungen ihre gesundheitspolitischen Intentionen und Ziele häufig nicht mehr klar erkennbar, und eine Bewertung der erzielten Ergebnisse ist nur mit Einschränkungen möglich.
  • Sie wollen ferner nicht der Faszination ihrer eigenen Öffentlichkeitsarbeit erliegen. Die Darstellung gesundheitsfördernder Projekte in der Presse und im Rahmen von Tagungen, die ansprechende Gestaltung von Informationsbroschüren und Logos, die Verwendung einer bestimmten Begrifflichkeit, die Kenntnisnahme der Aktivitäten und Akteure durch sog. hochrangige Personen, eine strategisch aussichtsreiche Platzierung des Gesunde-Städte-Büros in der Verwaltungshierarchie etc. sind notwendige Begleiterscheinungen der Gesunde-Städte-Arbeit, aber sie sind kein wesentlicher Indikator für die Qualität dieser Arbeit.

Gemeinsam mit interessierten Mitgliedsstädten und Kreisen des Netzwerkes werden sich die Kompetenzzentren mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche Ziele verfolgen wir?
  • Welche Methoden verwenden wir?
  • Lassen sich mit den verwendeten Methoden die angestrebten Ziele erreichen?
  • Verbessern wir die Zusammenarbeit? Fördern wir die Bürgerbeteiligung?
  • Vergewissern wir uns, welche Wirkungen wir erzielen?
  • Wie können wir unsere Arbeit weiterentwickeln?

Durch den Weg der Auswertung der unterschiedlichen Erfahrungen mit der Gesundheitsförderung sollen Impulse zur Verbesserung der Arbeit von der Basis her entwickelt werden. Die Diskussion der eigenen Praxis im Kollegenkreis des Netzwerkes ermöglicht die Chance der Weiterentwicklung durch Selbstkritik und Selbstreflexion, da hier die im lokalen Umfeld wirksam werdenden Notwendigkeiten der Selbstdarstellung und der Legitimation ausgeklammert werden können.